Cäsar Prof. Dr. Klaus Grewe
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Der Römerkanal-Wanderweg. Der Römerkanal-Wanderweg.
 

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Auch für die nächste Zeit sind einige hochinteressante Vorträge und Führungen von mir geplant. Alle nachfolgend aufgeführten Vorträge sind öffentlich und Sie sind herzlich eingeladen, dabei zu sein.



Aquädukt

Kostenlose Sonderführungen


»Das neue Römerkanal-Infozentrum ist eröffnet«

Römerkanal-Infozentrum, Rheinbach, Himmeroder Hof

Kuratorenführungen

Das neue Römerkanal-Infozentrum stellt sich vor. Der Kurator der Ausstellung, Prof. Dr. Klaus Grewe, führt durch das Römerkanal-Infozentrum und erläutert die neuesten Ergebnisse der Römerkanalforschung: Ein Streifzug durch die technische Welt der Antike mit einem ganz besonderen Blick auf die römische Eifelwasserleitung – immerhin die drittlängste Wasserleitung, die von den römischen Ingenieuren je gebaut worden ist. Die volkstümlich „Römerkanal“ genannte Wasserleitung ist mit ihren 95,4 km Länge und einer Tagesleistung von 20 Millionen Liter besten Trinkwassers ein Glanzlicht römischen Ingenieurbaus. Aber auch die großartigen Brücken, Tunnel und Druckleitungen in anderen Aquädukten im Imperium Romanum sind in dieser Ausstellung thematisiert.

Köln Blick in die AusstellungDie Eifelwasserleitung, die vermutlich zwischen 80/90 n. Chr. gebaut wurde, hatte nach etwa 190 Betriebsjahren ausgedient und verfiel. Das Mittelalter bediente sich ihrer dann als Steinbruch, wobei das Kanalmauerwerk als Baumaterial recycelt wurde. Ganz besonders begehrt war aber die Kalkablagerung in der Leitung, die als „Aquäduktmarmor“ für die Ausschmückung der romanischen Kirchen hochbegehrt war. Auch im repräsentativen Burgenbau bediente man sich dieses Materials in halb Europa. Das Römerkanal-Infozentrum zeigt die wohl umfangreichste Sammlung von Aquäduktmarmor.

Mit dieser Repräsentation römischer Technik steht das Rheinbacher Römerkanal-Infozentrum ziemlich einzig da. Prof. Grewe, der die römischen Aquädukte – und dabei besonders die Eifelwasserleitung – mehr als 40 Jahre lang erforscht hat, präsentiert im Rahmen von Kuratorenführungen das ganze Spektrum römischen Aquäduktbaus.

Foto: Blick in die Ausstellung im Römisch-Germanischen Museum Köln 

Termine der Kuratorenführungen:

Sonntag, 16. Februar 2020 um 11:15 Uhr

Sonntag, 22. März 2020 um 11:15 Uhr

Sonntag, 26. April 2020 um 11:15 Uhr

 

Der Eintritt ist frei! (Spenden für das Römerkanal-Infozentrum sind willkommen.) Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl bei den Kuratorenführungen wird um Anmeldung im Römerkanal-Infozentrum gebeten (Tel. 02226 917 554).

roemerkanal@stadt-rheinbach.de

Viadukt.

 „Die Wasserversorgung auf Burgen des Mittelalters“

 Powerpointpräsentation von

 Prof. Dr. Klaus Grewe

am Dienstag, 9. Juni 2020 m 19:30 Uhr

im Vortragssaal des Kulturzentrums Himmeroder Hof in Rheinbach

 Veranstalter: 

Freunde des Stadtarchivs Rheinbach  e.V.;  Freundeskreis Römerkanal e.V.;  Kreativitätsschule Morenhoven e.V

Wegen der besonderen Lage der mittelalterlichen Burgen auf Berghöhen war die Wasserversorgung in der Regel ein großes Problem, das aber lebensnotwendig vor Ort gelöst werden musste. In den meisten Fällen wurde das Trinkwasser aus Brunnen oder Zisternen bezogen, wobei aber oftmals ein gewisser Qualitätsmangel in Kauf zu nehmen war. Durch den Herantransport von Quell- oder Bachwasser von außerhalb der Burgen war dieser Nachteil zwar zu beheben, dann konnte aber in Krisenzeiten der Zugang zum Frischwasser verwehrt sein.

Blankenheim

 Die Probleme waren also immer ortsnah und damit pragmatisch zu lösen. Da der Stand der Technik im 15. Jahrhundert seit der Antike keine Entwicklung erfahren hatte, war das Spektrum der technischen  Anwendungen eingegrenzt. Doch während die Klöster – mit ihrem Zugang zu den antiken Schriftstellern und dem Wissensaustausch bis nach Italien – in der Lage waren, in antiker Tradition hochtechnische Anlagen zu bauen, wurde beim Burgenbau in der Regel auf einfache Techniken gesetzt: Der Bau eines mächtigen Förderturmes über einer Brunnenanlage war zwar eine respektable Bauleistung, bedeutete aber für die Wasserversorgung noch keinen Innovationsschub.                                                                               

 In Einzelfällen waren aber auch die Baumeister von Burgen in der Lage, glanzvolle technische Lösungen zu finden. So wurde in Blankenheim im 15. Jahrhundert eine Wasserleitung mit Druckleitungsstrecke und Tunnelabschnitt gebaut, die durch diese hochtechnischen Elemente für ihre Zeit einzigartig dasteht. Die dendrochronologische Untersuchung eines der geborgenen Holzrohre führte zu einem Baudatum im Winter 1468/1469. Im Rahmen eines Forschungsprojektes des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland wurden die Quellfassung, die Druckleitung und der Aquädukttunnel freigelegt. Komplettiert wird die Anlage durch einen Deichelweiher für die Lagerung der Holzrohre. Auch der Staudamm dieses Deichelweihers wurde archäologisch untersucht.

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Viadukt.

Soeben erschienen:

Klaus Grewe, Recent Developments in Aqueduct Research.

Mouseion, Series III, Vol. 16 Supplement 2 (2019) 191-223.

 

Zusammenfassung / Abstract / Résumé

Der antike Ingenieurgeist ist geprägt von einem erstaunlichen Pragmatismus. Die Ergebnisse von Höhen-, Winkel- und Streckenmessungen – zum Beispiel im Aquäduktbau – zeugen von einer Präzision, die uns heute noch staunen lässt. Mit einfachen Vermessungsgeräten wurden Genauigkeiten erreicht, die selbst modernen Ansprüchen standhalten würden. Durch intensive Forschungen in den letzten Jahrzehnten konnten die aus antiken Quellen überlieferten Vermessungsgeräte Chorobat und Groma rekonstruiert und deren Anwendung entschlüsselt werden. Das Ergebnis lässt nur eine Bewertung römischer Ingenieursarbeit zu: Einfach und genial – einfach genial!

The engineering spirit of antiquity is marked by astonishing pragmatism. The results of the measurement of elevations, angles, and distances in the construction of aqueducts, for example, show a precision that amazes us even today. With simple surveying instruments, the ancients achieved an accuracy that would satisfy even modern requirements. Intensive research over the past decades has led to the reconstruction and to an understanding of the handling of the chorobates and the groma, two surveying instruments mentioned in ancient sources. The results permit only one possible verdict on Roman engineering: simple and ingenious—simply genius.

L’esprit technique de l’Antiquité est marqué par un pragmatisme stupéfiant. Les résultats de la mesure des élévations, des angles et des distances dans la construction des aqueducs, par exemple, montrent un degré de précision qui nous étonne encore aujourd’hui. À l’aide d’instruments d’arpentage simples, les anciens obtenaient des données exactes qui satisferaient même aux exigences modernes. Au cours des dernières décennies, un travail de recherche intensif a permis la reconstruction et une meilleure compréhension du fonctionnement du chorobate et de la groma, deux instruments d’arpentage mentionnés dans les sources anciennes. Au vu des résultats, un seul verdict peut être posé sur l’ingénierie romaine : simple et ingénieuse – simplement géniale.

Aquädukt

st inzwischen enträtselt worden. Aquädukte – von Laien und Fachleuten gleichermaßen bewundert – sind Zeugen großer Technik einer längst vergangenen Epoche!


   

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